Milch von A-Z

Milch von A-Z

Was versteht man eigentlich unter…

… Aminosäuren (essentielle)

Aminosäuren sind Eiweißbausteine. Einige kann der Körper selbst herstellen, andere müssen wir über die Nahrung zuführen. Das sind die sogenannten "essentiellen" Aminosäuren. Milch enthält viele davon und ist deshalb besonders wertvoll für die tägliche Ernährung.

… Bruch (auch Käsebruch)

Als Bruch oder Käsebruch wird die dickgelegte und zerteilte (gebrochene) Milch im Zuge der Käseherstellung bezeichnet. Zur Käseherstellung wird Milch mit Lab-Enzym und Milchsäurebakterien angereichert. Dadurch stockt die Milch und wird fest. Um die Molke abzutrennen wird nun die dickgelegte Milch "gebrochen", deshalb die Bezeichnung Käsebruch. Je fester der Käse werden soll, umso feiner wird "gebrochen" bzw. zerteilt.

… Butter

Traditionell wird die Butter aus Milch oder Sahne hergestellt. Dabei wird Rahm (Sahne) so lange geschlagen, bis sich die Milchfettkügelchen zu Butterkörnchen zusammenballen und von der Buttermilch trennen. Dann werden die Butterkörnchen gewaschen und geknetet. Geformt, gewogen und meist zu 250 g Päckchen verpackt finden wir sie in der Kühltheke. Und später vielleicht auf einer Scheibe Brot mit etwas Salz gewürzt – ein herrlich einfacher Genuss!

… Buttersorten

Butter ist nicht gleich Butter. Es gibt drei verschiedene Sorten: Süßrahmbutter, Sauerrahmbutter und mild gesäuerte Butter. Für geschmackliche Abwechslung sorgen ungesalzene, gesalzene Butter und natürlich auch die Kräuterbutter.

… Buttermilch

Buttermilch entsteht bei der Butterherstellung: wird das Milchfett zur Butter geknetet, fließt die Buttermilch ab. Da das Milchfett in der Butter steckt, ist reine Buttermilch ein fettarmer und zugleich eiweiß- und mineralstoffreicher Drink. Außerdem ist das in der Buttermilch enthaltene Lecithin für Gehirn und Nerven sehr wertvoll. Eisgekühlt, pur oder gemixt mit Früchten – herrlich erfrischend für Körper und Sinne!

… Dickmilch

Auch wenn der Name es nahelegt: Dickmilch macht nicht dick! Dickmilch wird so genannt, weil sie eine festere Konsistenz hat. Diese entsteht dadurch, dass die in der Milch natürlicherweise vorkommenden Bakterien den Milchzucker der Milch in Milchsäure umwandeln. Die wiederum lässt das Kasein - ein Eiweißbestandteil der Milch - feinflockig gerinnen und das macht die Milch dick. Dickmilch ist „stichfest“, d.h. sie kann mit dem Löffel gegessen werden.

… Fettgehaltsstufen im Käse

Vollfett, Halbfett oder Magerstufe? Käse dürfen nach der Käseverordnung nur in folgenden Fettgehaltsstufen verkauft werden.

Fettgehaltstufe im Käse Fett in der Trockenmasse ( i. Tr.)
Doppelrahmstufe mindestens 60%, höchstens 87%
Rahmstufe  mindestens 50%
Vollfettstufe mindestens 45%
Fettstufe mindestens 40%
Dreiviertelfettstufe mindestens 30%
Halbfettstufe mindestens 20%
Viertelfettstufe mindestens 10%
Magerstufe weniger als 10%

… Fett i. Tr.

Fett i. Tr. oder ausgeschrieben: Fett in der Trockenmasse. Diese Abkürzung findet sich auf allen Käseverpackungen. Da der Käse im Reifeprozess Wasser verliert, wird der Fettanteil in der Trockenmasse angegeben, da ist er konstant. Und wie viel Fett ist nun drin? Die absolute Fettmenge von Käse kann mit einer Faustformel leicht berechnet werden: multipliziere die Angabe "Fett i. Tr." mit 0,3 für Frischkäse, 0,5 für Weichkäse, 0,6 für Schnittkäse und 0,7 für Hartkäse. Emmentaler (ein Hartkäse) mit 45% Fett i. Tr. hat also einen absoluten Fettgehalt von 31,5% (Rechnung: 45% x 0,7 = 31,5%). Ist doch einfach, oder?!

… Fettarme (oder teilentrahmte) Milch

Fettarme Milch enthält mindestens 1,5 % und höchstens 1,8 % Fett. Im Vergleich zur Vollmilch enthält sie nur halb so viel Rahm (Fett), deshalb auch die Bezeichnung teilentrahmte Milch.

… Fermentation (Milchsäuregärung)

Unter Milchsäuregärung oder Fermentation (lat. fermentum "Gärung") werden Prozesse im Energiestoffwechsel von Lebewesen verstanden, bei denen Zucker zu Milchsäure abgebaut wird. Vor allem Milchsäurebakterien sind hierfür verantwortlich. Der Vorgang spielt eine große Rolle bei der Lebensmittelkonservierung, zum Beispiel bei der Sauerkrautherstellung, aber auch in der Lebensmittelproduktion. Die Herstellung von Sauermilchprodukten und Käse wäre ohne sie nicht möglich.

… Frischkäse

Frischkäse kann, der Name lässt es vermuten, direkt frisch verzehrt werden. Nach dem Eindicken der Milch wird der Bruch von der Molke getrennt und muss nicht wie andere Käsetypen reifen. Sein Wassergehalt in der fettfreien Masse schwankt zwischen 73 bis 87%.

… Joghurt

Joghurt entsteht, wenn erhitzte (pasteurisierte), noch warme Milch mit besonderen Bakterienkulturen versetzt wird. Joghurt säuert am besten bei 42 bis 45°C, denn die Milchsäurebakterien mögen es warm. Um die Säuerung abzubrechen, wird der Joghurt gekühlt. Stichfester Joghurt ist im Becher gereift, während Rühr- und Trinkjoghurt in großen Behältern reifen und danach abgefüllt werden. Joghurt gibt es in verschiedenen Fettstufen von 0,3% Fett Magerstufe bis hin zu Sahnejoghurt mit mindestens 10% Fett.

… Hartkäse

Hartkäse ist nicht ganz so hart, wie sein Name uns weismachen möchte. Die Regel lautet: je niedriger der Wasseranteil, umso härter der Käse. Ein Emmentaler ist im Vergleich zum Parmesan noch recht schnittfähig, während der Parmesan meist gehobelt oder gerieben werden muss. Ein Hartkäse reift mindestens drei Monate. Der Reifeprozess kann aber durchaus Jahre betragen. Dabei verliert der Käse kontinuierlich Wasser und wird fester. Deutscher Hartkäse hat mindestens 45% Fett in der Trockenmasse.

Allgäuer Emmentaler ist ein Hartkäse mit geschützter geografischer Herkunftsbezeichnung. Nur Käse aus dem Allgäu darf sich so nennen. Er ist ein Hartkäse aus roher Kuhmilch und sollte eine regelmäßig verteilte Lochung in Kirschgröße aufweisen. Unverkennbar ist sein nussiger Charakter.

… H-Milch

Die so genannte H(haltbare)-Milch ist nun mindestens acht Wochen haltbar. Hierbei wird die Milch für ein bis drei Sekunden auf mindestens 135°C erhitzt.

… Homogenisieren

Ziel der Homogenisierung ist es, eine einheitliche (also homogene) Masse herzustellen. Bei der Milchverarbeitung wird so zum Beispiel das Aufrahmen des Milchfetts verhindert. Dabei werden die Fettkügelchen der Milch unter hohem Druck zerkleinert und gleichmäßig verteilt. Homogenisierte Milchprodukte schmecken vollmundiger und sind leichter verdaulich. Homogenisierte Milch muss mit dem Hinweis „homogenisiert“ gekennzeichnet sein.

… Käse

Käse wird aus Frischmilch oder einem Sauermilchprodukt, beispielsweise Buttermilch, hergestellt. Dazu werden der Milch das Lab-Enzym und Milchsäurebakterien hinzugefügt. Dadurch entsteht der sogenannte "Käsebruch". Dieser kann frisch als Frischkäse, wie zum Beispiel Mozzarella und Rahmfrischkäse, gegessen werden. Legt man den Bruch in eine Salzlauge und lässt ihn eine Zeit reifen, erhält man Schnitt- und Hartkäse. Käse wird in verschiedene Käsegruppen eingeteilt: je weniger Wasser in der fettfreien Trockenmasse enthalten ist, desto fester ist er – je mehr Wasser, desto weicher ist er. Es gibt Hartkäse, Schnittkäse, halbfesten Schnittkäse, Weichkäse, Pasta Filata, Sauermilchkäse, Frischkäse und Schmelzkäse.

… Karies

Regelmäßige Zahnpflege und eine kalziumreiche Ernährung helfen Karies vorzubeugen. Drei Portionen Milchprodukte liefern ausreichend Kalzium, das für den Aufbau gesunder Zähne benötigt wird. Ständiges Essen oder Trinken zucker- und säurehaltiger Getränke greifen zudem den Zahnschmelz an. Ist es schon zur ersten Füllung gekommen, zeigen sich zum Beispiel beim Abtanzen unter dem Schwarzlicht unschöne Effekte. Der gefüllte Zahn leuchtet nicht mehr wie alle anderen. Also, erst gar nicht so weit kommen lassen.

… Kefir

Der Kefir kommt ursprünglich aus dem Kaukasus und gilt in seiner Heimat als das gesündeste Milchprodukt, das im Volksmund auch das Getränk der Hundertjährigen genannt wird. Kefir ist ein gesäuertes Milchprodukt, das mit Hilfe von Kefirkulturen entsteht. Neben Milchsäurebakterien sind auch Hefen enthalten, die eine leichte alkoholische Gärung bewirken. Sein Alkoholgehalt ist aber so gering, dass auch Kinder problemlos den erfrischenden Kefir trinken dürfen. Kefir gibt es in verschiedenen Fettgehaltsstufen und Fruchtzubereitungen.

… Kühlkette (vom Bauernhof bis zum Supermarkt)

Milch ist ein hochwertiges, natürliches und leicht verderbliches Lebensmittel. Es gehört zu den am besten kontrollierten Lebensmitteln. Strenge Vorschriften, regelmäßige Kontrollen und Stichproben sichern die Einhaltung der Hygieneregeln und damit die Qualität der Milch. Das beginnt mit der Fütterung und Haltung der Milchkühe sowie der Milcherzeugung und -verarbeitung. Eine geschlossene Kühlkette sorgt für frische und einwandfreie Produkte bis in den Einzelhandel.

… Länger haltbare Frischmilch

Länger haltbare Frischmilch ist gekühlt bis zu 24 Tage haltbar. Erreicht wird die längere Haltbarkeit über zwei Verfahren. Durch das Filtrationsverfahren oder durch Erhitzen bei hohen Temperaturen. Beim Filtrationsverfahren wird vor der traditionellen Erhitzung (s. traditionell hergestellte Frischmilch) die Milch gereinigt – diese Vorgang nennt sich Filtration. Beim anderen Verfahren wird die Milch sehr kurz (1 bis 4 Sekunden!) auf 127°C erhitzt. Mit beiden Methoden werden fast alle Keime in der Milch abgetötet, so dass diese länger haltbar ist. Länger haltbare Frischmilch wird mit den Hinweisen „pasteurisiert“ und „länger haltbar“ gekennzeichnet.

… Lab (Lab-Enzym)

Lab ist ein Enzym, das zur Dicklegung des Milcheiweißes bei der Käseherstellung verwendet wird. Es setzt sich aus den zwei Enzymen Chymosin und Pepsin zusammen. Eine alte Bezeichnung für Enzym ist "Ferment". Häufig wird auch die Bezeichnung Labferment verwendet. Ursprünglich wurde das Enzym aus Kälbermägen gewonnen. Heute wird meist synthetisch hergestelltes Lab verwendet.

… Laktose (Milchzucker)

Die Laktose ist der natürliche Milchzucker und das Hauptkohlenhydrat der Milch. Sie gibt rasch Energie und ist für den leicht süßen Geschmack der Milch verantwortlich. Laktose hat viele wertvolle Eigenschaften: sie liefert Energie, unterstützt die Aufnahme von Kalzium und hemmt Fäulnisbakterien im Darm des Menschen.

… Laktoseintoleranz

Eine Laktoseintoleranz ist eine Milchzuckerunverträglichkeit, bei der ein Bestandteil der Milch, die Laktose (= Milchzucker), Unverträglichkeiten im Körper hervorruft.
Der Schweregrad ist sehr unterschiedlich. Er hängt unter anderem davon ab, ob die Laktase (Milchzucker spaltendes Enzym) völlig fehlt oder noch eine Restfunktion vorhanden ist. In vielen Fällen muss aber nicht vollständig auf den guten Kalziumlieferanten Milch verzichtet werden: Sauermilchprodukte oder auch Käse werden meist gut vertragen. Hier liegt der Milchzucker schon teilweise gespalten vor und kann somit leichter aufgenommen werden.

… Laktosefreie Milch

Laktosefreie Milch enthält weniger als 0,1 g Laktose auf 100 ml Milch. Im Vergleich: Herkömmliche Milch enthält ca. 4,8 g Laktose. Die laktosefreie Milch wird von vielen laktoseintoleranten Menschen gut vertragen, weil hier die Laktose bereits aufgespalten ist. Dadurch schmeckt sie auch etwas süßer als normale Milch. Sie kann ganz normal zum Kochen und Backen verwendet werden.

… Linksdrehende und rechtsdrehende Milchsäure

Die Angaben "linksdrehende" und "rechtsdrehende" Milchsäure beziehen sich auf die räumliche Anordnung der Milchsäure. Die rechtsdrehende Milchsäure ist auch ein natürliches Zwischenprodukt des menschlichen Stoffwechsels. Deshalb ist sie für den Menschen besonders gut verträglich. Sie entsteht immer bei der Herstellung von Sauermilchprodukten.

… Magermilch

Die Bezeichnung Magermilch kommt vom geringen Fettgehalt der Milch. Sie darf maximal 0,3% Fett enthalten – "mager" eben.

… Milch

Milch ist kein Getränk wie Wasser oder Saft, sondern ein Lebensmittel mit hohem Nährstoffgehalt. Sie enthält hochwertiges Eiweiß, leicht verdauliches Fett (kurz- und mittelkettige Fettsäuren) und für den Körper gut verwertbare Kohlenhydrate in Form des Milchzuckers (Laktose). Besonders bedeutsam für den Menschen ist der hohe Gehalt an Kalzium, den wasserlöslichen Vitaminen der B-Gruppe (vor allem Vitamin B2) und den fettlöslichen Vitaminen A und D. Im Durchschnitt gibt eine Kuh 20 bis 25 Liter Milch pro Tag.

… Milcheiweiß

Eiweiß (Protein) ist ein lebensnotwendiger Baustein der täglichen Nahrung. Er kann durch keinen anderen Nährstoff ersetzt werden. Das Milcheiweiß besteht aus zwei Hauptbestandteilen: ca. 80% Kasein und 20% Molkenprotein. Zudem enthält es viele der wichtigen essentiellen Aminosäuren, der kleinen Bausteine der Eiweiße. Milcheiweiß hat aber noch weitere Vorteile: es ist leicht zu verdauen und besonders wertvoll für den Menschen.

… Milchfett

Fett ist nicht nur ein Geschmacksträger, sondern auch wichtiger Bestandteil der täglichen Ernährung. Die Zusammensetzung des Milchfetts und damit auch der Geschmack der Milch ist abhängig von Jahreszeit und Fütterung der Tiere. Es enthält im Gegensatz zu anderen tierischen Fetten eine Reihe kurz- und mittelkettiger Fettsäuren und sogenannte essentielle Fettsäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Zusätzlich ist das Milchfett auch Träger der fettlöslichen Vitamine A (für die Sehkraft), D (für den Knochenbau), E (für die Muskeln) und K (für die Blutgerinnung). Milchfett ist in Form feinster Kügelchen in der Milch verteilt und deshalb besonders leicht verdaulich.

… Milchsäurebakterien

Milchsäurebakterien zeichnen sich dadurch aus, dass sie unter anaeroben Bedingungen Zucker zu Milchsäure abbauen (Milchsäuregärung). Ohne diesen Vorgang würde es keine "gesäuerten" Milchprodukte wie Joghurt, Quark oder Dickmilch geben. Milchsäuregärung findet außerdem bei der Herstellung von Sauerkraut oder Sauerteig statt.

… Milchzucker

siehe: Laktose

… Mindesthaltbarkeitsdatum

Bezeichnet das Datum, bis zu dem das Produkt unter angemessenen Aufbewahrungsbedingungen seine spezifischen Eigenschaften behält.

… Mineralstoffe (Kalzium und Co.)

Mineralstoffe sind Stoffe, die der Mensch für die Aufrechterhaltung von Gesundheit und Leistungsfähigkeit über die Nahrung aufnehmen muss. Milch und Milchprodukte sind eine gute Mineralstoffquelle und reich an Kalzium, Magnesium, Natrium, Jod und Zink.
Kalzium ist unverzichtbar für feste Knochen und Zähne. Magnesium ist wichtig für die Muskeln. Haben wir zu wenig davon, drohen Krämpfe. Natrium reguliert den Wasserhaushalt und ist am Säure-Basen-Haushalt beteiligt. Jod ist Bestandteil der Schilddrüsenhormone und wichtig für den Energiestoffwechsel. Zink ist beteiligt am Energie- und Zellstoffwechsel. Typisch für einen Zinkmangel sind Haarausfall oder Hautentzündungen.

… Molke

Molke ist die wässrige, grünlich-gelbe Flüssigkeit, die bei der Käseherstellung entsteht. Sie besteht zu 94% aus Wasser, zu 4 bis 5 % aus Milchzucker und ist nahezu fettfrei. Außerdem enthält sie Milchsäure, die Vitamine B1, B2 (dies bewirkt die grünliche Farbe) und B6, Kalium, Kalzium, Phosphor und andere Mineralstoffe, doch vor allem 0,6 bis 1% Molkenprotein. Das ist deutlich weniger Eiweiß als in der Milch. Molke ist ein idealer fettarmer Nährstofflieferant.

… Osteoporose

Osteoporose heißt wörtlich übersetzt "löchriger Knochen". Im Krankheitsfall treten eine Verminderung der Knochenmasse und eine Verschlechterung der Gewebestruktur in den Knochen auf. Meist vergehen viele Jahre, bevor die Krankheit erste spürbare Symptome verursacht. Deshalb wird Osteoporose auch die „stumme Krankheit“ genannt.
Wer sich von Kindesbeinen an kalziumreich ernährt und sich viel an der frischen Luft bewegt, baut ein starkes "Knochenkonto" auf und profitiert davon bis ins hohe Alter.

… Pasta Filata

Pasta Filata nennt man den Käse, dessen Bruchmasse nach dem Säuern mit heißer Flüssigkeit überbrüht, geknetet und zu Strängen gezogen wird. Diese Käsegruppe hat ihren Ursprung in Italien und wurde erst 1999 in die deutsche Käseverordnung aufgenommen. Der Wassergehalt liegt zwischen 62 und 76% in der Trockenmasse. Berühmter Vertreter dieser Käsegruppe ist der Mozzarella.

… Probiotisch

Probiotische Bakterienkulturen sind Mikroorganismen, die das Gleichgewicht der Darmflora positiv beeinflussen und damit auch das Immunsystem stärken sollen. Voraussetzung ist, dass die Bakterien lebend im Dickdarm ankommen. Weil sie sich dort aber nicht länger ansiedeln können, müssen sie regelmäßig konsumiert werden.

… Qualitätssicherung und Hygiene in der Molkerei

Milch ist ein hochwertiges und natürliches Lebensmittel. Qualitätssicherung und strenge Hygieneregeln in den Molkereien garantieren, dass das auch so bleibt. Deshalb unterliegen Molkereien strengen Prüfungen vor, während und nach der Herstellung von Milcherzeugnissen. Jede Milchlieferung wird überprüft und erst nach Freigabe zur Herstellung von Milchprodukten verwendet.

… Quark (Weißkäse, Topfen)

Durch Zugabe von Milchsäurekulturen und Lab-Enzym in die Milch entsteht Quark. Dabei gerinnt die Milch und Molke setzt sich ab. Der verbleibende Käsebruch wird durch Siebe passiert, so dass eine feine Masse entsteht. Bei Bedarf wird Sahne (Rahm) zugemischt. So entstehen Speisequarksorten mit verschieden hohen Fettstufen.

… Rohmilch

Rohmilch kommt direkt vom Bauernhof und ist nicht durch Erhitzen haltbar gemacht. Sie muss vor dem Verzehr abgekocht werden. Aufgrund des Infektionsrisikos sollten vor allem Schwangere, Säuglinge, Kleinkinder und Personen mit geschwächtem Immunsystem keine Rohmilch verzehren.

… Sahne (Rahm)

Sahne oder Rahm ist die fettreiche Schicht, die sich beim Stehenlassen von Milch an der Oberfläche sammelt. Beim Zentrifugieren der Milch wird die Sahne von der Magermilch abgetrennt. Sie kann zu Butter weiterverarbeitet werden.
Es gibt süße Sahnesorten und saure Sahnesorten. Zur süßen Sahne gehören Kaffeesahne (10-15% Fett), Schlagsahne (mind. 30% Fett) und Crème double (mind. 40 % Fett). Saure Sahnesorten entstehen durch die Zugabe von Bakterienkulturen. Die Sorten unterscheiden sich im Fettgehalt und in der Kochfestigkeit. Dazu gehören die Saure Sahne (mind. 10% Fett), Schmand (20-28% Fett) und Crème fraîche (mind. 30 % Fett)

… Schmelzkäse

Schmelzkäse ist eine Weiterverarbeitung von Käse, denn er wird nicht aus frischer Milch, sondern aus fertig gereiftem Käse erzeugt. Die Herstellung ist mit einem „Käsefondue“ vergleichbar. Eine oder mehrere Käsesorten werden zerkleinert, mit Schmelzsalzen versetzt und erhitzt. Schmelzkäse wird in allen Fettstufen und in den verschiedensten Formen angeboten - streichfähig bis schnittfest.

… Schnittkäse und halbfester Schnittkäse

Schnittkäse ist der heimliche Favorit unter den Käsesorten. Seine bekanntesten Vertreter sind Gouda, Edamer oder Tilsiter. Er hat einen maximalen Wassergehalt von 54 bis 63% und reift nicht so lange wie Hartkäse. Nach vier bis sechs Wochen ist er voll ausgereift. Der halbfeste Schnittkäse liegt zwischen Schnitt- und Weichkäse: sein Wassergehalt reicht von 61 bis 69%. Im Gegensatz zum Weichkäse reift er gleichmäßig durch den gesamten Käseteig. Der bekannteste Vertreter der halbfesten Schnittkäse ist der Butterkäse.

… Sterilmilch

Sterilmilch ist bis zu einem Jahr haltbar. Sterilisieren ist ein Verfahren, um Milch haltbar zu machen. Dabei wird die Milch für 10 bis 20 Minuten auf mindestens 110°C erhitzt.  

… Sauermilchkäse

Sauermilchkäse basiert auf Quark. Alle Sorten sind besonders kalorienarm und eiweißreich. Er hat einen Wassergehalt von 60 bis 73% in der Trockenmasse. Dieser Käse reift von außen nach innen: jungen Käse erkennt man am weißen Kern in der Mitte. Bekanntester Vertreter ist der Harzer Käse.

… Traditionell hergestellte Frischmilch

Traditionell hergestellte Frischmilch wird kurzzeitig (bis zu 30 Sekunden) auf 72°C bis 75°C erhitzt. Sie hält sich im Kühlschrank ungefähr 4 bis 5 Tage und wird mit den Hinweisen „pasteurisiert“ und „traditionell hergestellt“ gekennzeichnet.

… Vitamine

Milch und Milchprodukte sind wichtige Vitaminquellen: Milch enthält eine Vielzahl lebenswichtiger Vitamine, zum Beispiel die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K. Am höchsten ist ihr Anteil an Vitamin A und dessen Vorstufe, dem Karotin. Vitamin A (Retinol) ist unter anderem für den Sehvorgang, das Wachstum und den Aufbau von Haut und Schleimhäuten wichtig. Vitamin D (Calciferol) wird für den Knochenaufbau benötigt und verbessert die Kalzium- und Phosphoraufnahme. Vitamin E (Tocopherol) ist wichtig für das Immunsystem und hemmt Entzündungsprozesse. Vitamin K (Phyllochinon) unterstützt die Gerinnungsfähigkeit des Blutes.
Die Milch enthält auch wertvolle wasserlösliche Vitamine, insbesondere die Vitamine des B-Komplexes. Vitamin B1 (Thiamin) ist beteiligt an der Erhaltung von Nerven- und den Muskelstoffwechsel. Vitamin B2 (Riboflavin) ist wichtig für den Energie- und Eiweißstoffwechsel. Vitamin B6 (Pyridoxin) unterstützt den Aufbau neuer Eiweiße und fördert die Bildung von Botenstoffen des Nervensystems. Vitamin B12 (Cobalamin) hat wichtige Funktionen im Bereich des Eiweißstoffwechsels, bei der Bildung roter Blutkörperchen und des Nervensystems. Das Vitamin Biotin ist wichtig für den Abbau von Aminosäuren, die Bildung von Fettsäuren und die Energiebereitstellung aus Reserven.

… Vollmilch

Der Fettgehalt von Vollmilch liegt bei 3,5%. Ein Liter enthält ungefähr 33 g Eiweiß, 36 g Fett, 47 g Milchzucker, 5 g Vitamine und Mineralstoffe sowie 874 g Wasser. Milch enthält mehr Kalzium als jedes andere Nahrungsmittel. Der Kalziumgehalt ist unabhängig vom Fettgehalt der Milch, d.h. Vollmilch oder fettarme Milch eignen sich gleichermaßen als Kalziumlieferant.

… Vorzugsmilch

Vorzugsmilch ist naturbelassene Rohmilch, für die extrem strenge Vorschriften für Tiergesundheit, Personal, Stallungen und Milchqualität gelten. Sie wird schon auf dem Bauernhof abgepackt und ihr Verkauf muss behördlich genehmigt werden. Ebenso wie bei der Rohmilch sollten aufgrund des Infektionsrisikos vor allem Schwangere, Säuglinge, Kleinkinder und Personen mit geschwächtem Immunsystem keine Roh- oder Vorzugsmilch verzehren.

… Wärmebehandlung

Bei der Milchbearbeitung in Molkereien ist die Erhitzung gesetzlich vorgeschrieben. Sie erfolgt, um die Haltbarkeit der Milch zu verlängern und eventuell vorhandene Krankheitserreger abzutöten. Beim Erhitzen wird die Struktur des Milcheiweißes aufgelockert und leichter verdaulich gemacht. Die Vitaminverluste sind gering, auch das Milchfett und die Mineralstoffe werden nicht verändert. Je nach Art der Wärmebehandlung unterscheidet man pasteurisierte, ultrahocherhitzte und sterilisierte Milch.

… Weichkäse

Die bekanntesten Weichkäse sind Camembert oder Brie. Typisch für Weichkäse ist, dass er von außen nach innen reift. Noch nicht oder kaum gereifter Käse hat einen hellgelben bis weißen, quarkähnlichen Kern. Erst beim vollausgereiften Käse ist das Geschmacksoptimum erreicht. In der fettfreien Käsemasse haben Weichkäse einen Wassergehalt von 67 bis 82%.

… Zähne

Ein schönes Lachen mit gesunden Zähnen – das wünschen sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen. Für gesunde Zähne und auch stabile Knochen benötigen 7- bis 19-Jährige zwischen 900 und 1.200 mg Kalzium täglich, Erwachsene benötigen 1.000 mg. Viel ist das nicht: ein Glas Milch, ein Joghurt und eine oder zwei Scheiben Käse reichen bereits aus, um den Körper gut zu versorgen. Reicht die Zufuhr nicht aus, entnimmt der Körper das Kalzium aus den Depots in Knochen und Zähnen.

… Zentrifuge

Die Zentrifuge ist eine Trommel, die durch schnelle Rotationen (Drehungen) das Milchfett (Rahm) und die Magermilch voneinander trennt.